Diddy-Prozess: Geschworene sehen Filmmaterial von drogengetriebenen „Freak Offs“
Die Bundesstaatsanwaltschaft hat im Prozess gegen Sean „Diddy“ Combs wegen Sexhandels beunruhigende neue Beweise vorgelegt, darunter Textnachrichten, Videos und Finanzunterlagen. Die Geschworenen sahen sich Textnachrichten von Combs, Cassie Ventura, seiner ehemaligen Stabschefin Kristina „KK“ Khorram und seinem Leibwächter „D-Roc“ an, nachdem Ventura 2016 in einem Hotel überfallen worden war. Combs schrieb Ventura eine SMS, in der er behauptete, er stehe kurz vor der Verhaftung, um sie nach dem Angriff zurückzulocken, aber die Polizei reagierte nie. Den Geschworenen wurde auch Bildmaterial von sogenannten „Freak-Offs“ gezeigt, angeblichen Sexpartys mit Escorts, die zwischen 2012 und 2014 gefilmt wurden, sowie Nachrichten über die Buchung männlicher Escorts. Special Agent DeLeassa Penland schien sich unwohl zu fühlen und zuckte während des Kreuzverhörs 20 Minuten lang bei den Aufnahmen zusammen. Die Staatsanwälte sagten, Combs habe Hunderttausende für Hotels und Schäden aus diesen Begegnungen ausgegeben. Brendan Paul, Combs' ehemaliger Assistent, soll über die angebliche Beschaffung von Drogen, einschließlich GHB, für Combs' Umfeld aussagen. Ihm wurde Immunität gewährt, nachdem frühere Drogenanklagen fallen gelassen wurden. Die Anwälte der Verteidigung behaupten, Ventura habe den „Freak-Offs“ zugestimmt und dabei geholfen, sie zu arrangieren. Sie zitierten Texte, in denen sie über Begleitpersonen sprach und auf „sexy Flashbacks“ hinwies. Der Richter wies beide Seiten wegen der durchgesickerten Informationen zurecht und entließ einen Geschworenen wegen Bedenken über seine unehrliche Lebenssituation. Combs, 55, bleibt ohne Kaution in Haft. Er ist wegen Sexhandels, Erpressung und Prostitution angeklagt und hat auf „nicht schuldig“ plädiert.
Leave a Reply