10 Oktober 2023
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„Ich könnte mittlerweile kein Fleisch mehr essen, was ich nicht selbst erlegt habe“ Sie ist Jägerin und gleichzeitig Vegetarierin. Damit gehört Carolin W. zu den sogenannten „Jegetariern“. Unter diesem Hashtag sammeln sich in den sozialen Medien Menschen, die sich komplett vegetarisch oder vegan ernähren – bis auf ihr selbst erlegtes Fleisch. Die 30-Jährige hat seit circa 4 Jahren ihren Jagdschein und verbringt seitdem viel Zeit im Wald. Zur Jagd gehöre nämlich nicht nur das Schießen von Tieren, sondern viel mehr. „Bis man wirklich das Tier dann essen kann, sind ja noch ganz viele Schritte dazwischen. Dann werden erstmal die Organe rausgenommen, dann muss man das Fell abziehen, dann muss man das Wild zerteilen. Das sind ganz, ganz viele Schritte, die einem überhaupt erst bewusst machen, was es bedeutet Fleisch zu essen. Denn das Fleisch wächst nicht in der Plastikverpackung im Supermarkt, sondern das sind Tiere, die dafür sterben müssen. Und wenn man Fleisch konsumieren möchte und gerne Fleisch genießen möchte, dann muss man sich dessen bewusst sein, dass das vorher passiert, das gehört dazu.” Carolin W. und ihr Mann wollen Wildfleisch moderner machen, weg vom traditionellen „Sonntagsbraten“. So gibt es bei den beiden neben Rehrücken auch Reh-Bolognese, Wurst aus Wildfleisch oder sogar Taubensuppe.
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