Die von Dürre betroffenen Gebiete haben in den letzten 20 Jahren unaufhaltsam zugenommen
Seit 2002 haben die von Dürre betroffenen Gebiete jedes Jahr zugenommen und erreichen insgesamt 832.000 Quadratkilometer. Das entspricht einer Fläche, die so groß ist wie Italien und Frankreich zusammen. Und nicht nur das: Aufgrund des periodisch auftretenden El-Niño-Phänomens, das zu verheerenden und beispiellosen Dürren geführt hat, hat sich dieser Trend seit 2014 sogar noch verstärkt. Die Analyse wurde dank der Daten möglich, die von den Zwillingssatelliten Grace der NASA gesammelt wurden. Die Zahlen wurden anschließend von Wissenschaftlern der Universität von Arizona analysiert und in der Zeitschrift Science Advance veröffentlicht. Nach Ansicht der Wissenschaftler sind der Klimawandel und die schlechte Bewirtschaftung der Grundwasservorkommen die Hauptursachen für die Ausdehnung der Trockengebiete. Das Team unter der Leitung von James Famiglietti erklärte, dass diese Gebiete hauptsächlich in der nördlichen Hemisphäre liegen. Es handelt sich um Gebiete im Westen Nordamerikas und Mittelamerikas sowie im Nahen Osten und Südostasien. Nach Ansicht der Forscher ist eine sofortige Verbesserung der Wasserbewirtschaftungspraktiken dringend erforderlich. „Die übermäßige Entnahme aus Grundwasserleitern ist der Hauptfaktor, der zum Rückgang der Wasserreserven der Erde beiträgt. Der Verlust dieser Ressourcen stellt eine kritische Bedrohung für die Menschheit dar, die enorme und unterschätzte Kosten für zukünftige Generationen mit sich bringen würde“, erklärten die Forscher.
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