Zeckenbestände sind gleichbleibend, aber Krankheitsrisiken nehmen zu
Die Zeckenpopulationen in Neuengland und New York nehmen zwar nicht explosionsartig zu, aber die Zahl der Zecken, die Krankheitserreger übertragen, ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Unter der Leitung des Dartmouth College wurden Zeckendaten aus den Jahren 1989 bis 2022 in Connecticut, Maine, New Hampshire, New York und Vermont analysiert. In New York stieg der Anteil der Borrelien verursachenden Bakterien in erwachsenen Zecken von 31 % auf 54 %. Die Infektionsraten bei Nymphen schwankten regional zwischen 19 % und 25 %. Nymphen, die etwa so groß wie ein Mohnsamen sind, sind für viele Infektionen beim Menschen verantwortlich, da sie bei Zeckenkontrollen schwerer zu entdecken sind. Auch die Anaplasmose und die Babesiose, die schwere Krankheiten verursachen können, nahmen zu. Eine neuere Krankheit, Borrelia miyamotoi, blieb relativ stabil. In nördlichen Gebieten wie Vermont und Maine nahmen sowohl die Zecken als auch die Krankheitserreger zu. Uneinheitliche Erfassungsmethoden erschweren Vergleiche zwischen den Bundesstaaten. Experten warnen, dass es nicht nur auf die Anzahl der Zecken ankommt, sondern auch darauf, was in ihnen steckt. Jeder Biss birgt heute ein höheres Krankheitsrisiko als früher.
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