Wie ein helles Schlafzimmer das Herzinfarktrisiko erhöhen kann
Eine britische Studie mit 88.905 Teilnehmern ergab, dass diejenigen mit den hellsten Schlafzimmern über einen Zeitraum von fast 10 Jahren ein um 42 Prozent höheres Herzinfarktrisiko hatten. Schon Umgebungslicht im Schlafzimmer, etwa von Weckern, Fernsehern oder Flurbeleuchtung, kann das Herz schädigen. Auch das Risiko für eine Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, einen unregelmäßigen Herzschlag und einen Schlaganfall war erhöht. Die Teilnehmenden trugen Handgelenks-Sensoren, die eine Woche lang die Lichtbelastung aufzeichneten. Die Forschenden verfolgten anschließend 9,5 Jahre lang ihre Gesundheit. Licht in der Nacht stört den zirkadianen Rhythmus, wodurch der Blutdruck erhöht bleibt und die Hormonausschüttung verändert wird, was im Laufe der Zeit zu Arterienverkalkung und Herzerkrankungen beitragen kann. Frauen und jüngere Erwachsene reagierten empfindlicher auf nächtliches Licht, während genetische Risikofaktoren für Herzerkrankungen den Zusammenhang nicht veränderten. Helles Tageslicht schien dagegen schützend, vermutlich, weil diese Menschen aktiver waren. Experten empfehlen einfache Maßnahmen, wie Verdunkelungsvorhänge, gedämpftes rotes Licht und das Ausschalten von Geräte, um die Belastung zu reduzieren. Dunkelheit in der Nacht ist, wie Bewegung und Ernährung, wichtig für die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit.
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