Weibliche Chirurgen erzielen bessere Ergebnisse als ihre männlichen Kollegen

Quelle: VIDEOELEPHANT (Glomex)

Eine neue Studie der Universität Toronto zeigt, dass chirurgische Teams mit einem höheren Frauenanteil bessere Ergebnisse für die Patienten erzielen. Die Forscher fanden heraus, dass in Krankenhäusern mit einem Frauenanteil von mehr als 35 % eine um 3 % niedrigere Rate an schwerwiegenden Komplikationen innerhalb von 90 Tagen nach der Operation auftrat. Dieser geringe Prozentsatz bedeutet einen erheblichen Vorteil für unzählige Patienten, da Komplikationen wie Infektionen und Nierenversagen reduziert werden. Der Vorteil ist noch ausgeprägter, wenn weibliche Chirurgen oder Anästhesisten die Operationen leiten. Die Forscher führen diesen "Diversitätsbonus" auf unterschiedliche Problemlösungsansätze und einfühlsame Kommunikationsstile zurück. Obwohl die Abschlussquoten von männlichen und weiblichen Medizinstudenten nahezu gleich sind, sind Frauen in Führungspositionen der Chirurgie nach wie vor unterrepräsentiert. Die Studie plädiert dafür, dass Krankenhäuser der geschlechtsspezifischen Vielfalt Vorrang einräumen, indem sie Zielvorgaben für den Frauenanteil und integrative Maßnahmen vorschlagen.

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