Übelkeit und Schmerzen nach den Mahlzeiten? Das könnte Dyspepsie sein - so erkennen Sie sie
Dyspepsie ist eine Darmfunktionsstörung, die für die Betroffenen lebensbedrohlich sein kann. Die häufigsten Symptome sind ein Völlegefühl, das nach einigen Bissen auftritt, und ein Bauchschmerz am Ende einer Mahlzeit. Die Dyspepsie ist weiter verbreitet, als man denkt: 7,5 Prozent der Bevölkerung leiden darunter, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Drei Viertel der Patienten, die unter dieser Störung leiden, sind weiblich, da Frauen einen langsameren Transit haben als Männer. Frauen sind auch anfälliger für Verstopfung. Doch was sind die Alarmzeichen der Dyspepsie, und was kann man tun, wenn man merkt, dass man darunter leidet? Professor Vincenzo Stanghellini, Direktor des Krankenhauses Policlinico S. Orsola-Malpighi und Professor für Medizin an der Universität Bologna, beschreibt die vier typischen Symptome der Krankheit. „Völlegefühl nach den Mahlzeiten, frühes Sättigungsgefühl, Schmerzen und epigastrisches Brennen (d. h. im mittleren Teil des Oberbauchs). Jedes dieser Symptome tritt mehr als drei Monate lang auf“, so Dr. Vincenzo Stanghellini. Die Ursachen für Dyspepsie können von schlechter Darm- und Magenmotilität bis hin zu Leber- oder Bauchspeicheldrüsenproblemen reichen, ganz zu schweigen von den Auswirkungen, die Stress und Angst auf unser Verdauungssystem, unser „zweites Gehirn“, haben. Kräuter können uns helfen: Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Heilpflanzen wie Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn helfen der Leber, Giftstoffe herauszufiltern. Kamille, Melisse und Fenchel sind Phytotherapeutika mit beruhigender Wirkung, die Schmerzen und Blähungen im Darm lindern. Papaya, Ananas und Ingwer enthalten Enzyme, die bei der Aufspaltung von Makromolekülen in der Nahrung und damit bei der Verdauung der Nahrung helfen. In jedem Fall sind neben Hausmitteln und Kräutertees eine fachkundige Beratung und eine spezifische ärztliche Untersuchung zu empfehlen.
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